Die Sicherheit von Trinkwasser ist eine grundlegende Priorität in allen EU-Ländern und darüber hinaus. Um sicherzustellen, dass die in den Wasserverteilungs- und -aufbereitungssystemen verwendeten Materialien keine Schadstoffe abgeben oder die Wasserqualität beeinträchtigen, gibt es spezifische Zertifizierungen, die auf nationaler und internationaler Ebene anerkannt werden.
Unsere Zertifizierungen
Entsprechend unseres Engagements für die Qualität und Sicherheit erfüllen alle unsere Produkte, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen, die wichtigsten internationalen Zertifizierungen wie etwa:
- ACS (Attestation de Conformité Sanitaire – Frankreich)
- WRAS (Water Regulations Advisory Scheme – Vereinigtes Königreich)
- NSF 61 (National Sanitation Foundation – USA)
- DM 174 (Decreto Ministeriale 174 – Italien)
- KTW (Kunststoff-Trinkwasser – Deutschland)
Diese Zertifizierungen stellen die wichtigsten Bezugsnormen dar, die zur Umsetzung und Anwendung der Richtlinien, Verordnungen und Gesetze der einzelnen Länder verwendet werden.
WIE FUNKTIONIERT DAS ZERTIFIZIERUNGSVERFAHREN?
- Die Europäische Kommission legt auf der Grundlage des wissenschaftlichen Gutachtens des ECHA Grenzwerte für gefährliche Stoffe fest.
- Die DWD-Richtlinie (Trinkwasserrichtlinie) beinhaltet diese Grenzwerte.
- Die Europäische Kommission legt durch delegierte Rechtsakte die technischen Regeln für die Erfüllung der Anforderungen der Richtlinie im Detail fest.
- Im Moment wenden die europäischen Länder länderspezifische Leitlinien durch Zertifizierungsschemen wie ACS, WRAS, KTW, Belgaqua an.
- Diese Schemen konvergieren in ein europäisches Einheitssystem auf der Grundlage des deutschen Modells KTW, das die Übereinstimmung mit der DWD und folglich die Gültigkeit auf dem gesamten Kontinent ermöglichen wird
WAS WIRD ZERTIFIZIERT?
- Metallkomponenten (wie Gusseisen und Stahl): chemische Analyse zur Gewährleistung der Übereinstimmung mit der vorgeschriebenen Zusammensetzung. Die Unterlagen zum Guss/Produktionsprozess müssen vorgelegt werden oder bei Bedarf werden chemische Analysen im Labor durchgeführt.
- Organische Komponenten (Kunststoffe und Gummi): Es werden ausschließlich Komponenten aus Mischungen verwendet, die von akkreditierten Laboren zertifiziert sind. Es müssen Mischungen verwendet werden, die von akkreditierten Laboren zertifiziert wurden, oder die eigenen Mischungen müssen zugelassen werden.
- Endprodukt: Dank der Verwendung zertifizierter oder getesteter Komponenten kann das Endprodukt zertifiziert werden.
Warum all das wichtig ist
Das wichtigste Ziel dieses strengen Zertifizierungssystems besteht darin, dass das mit unseren Produkten behandelte Wasser nicht verunreinigt wird, sich geschmacklich nicht verändert und qualitativ nicht beeinträchtigt wird, sowie alle organoleptischen und mikrobiologischen Eigenschaften im Einklang mit den ECHA-Standards und geltenden europäischen Vorschriften erhalten bleiben.
Auf dem Weg zu einer einheitlichen europäischen Zertifizierung
Mit der Aktualisierung der Richtlinie 2020/2184 arbeitet die Europäische Union nach und nach an einer Harmonisierung der Zertifizierungsstandards für Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser.
In Zukunft könnten Zertifizierungen wie ACS, WRAS, DM174 und KTW in eine einheitliche europäische Zertifizierung konvergieren und dadurch die Verfahren vereinfacht, Handelsbarrieren zwischen den Mitgliedstaaten beseitigt und einheitliche Standards für den Schutz der öffentlichen Gesundheit garantiert werden.
Vergleichstabelle – Zertifizierungen Trinkwasser
| Zertifizierung | Land | Bezugsnorm | Technische Anmerkungen |
| ACS | Frankreich | Attestation de Conformité Sanitaire | Werkstoffe werden auf ECHA-Grenzwerte getestet + organoleptische Bewertung. ACS erfordert eine Prüfung der Unterlagen … Migrationstests könnten verlangt werden |
| WRAS | Vereinigtes Königreich | Water Regulations Advisory Scheme | Einschließlich Test BS6920 bezüglich Migration und Geschmack. Tests am Endprodukt oder an den Werkstoffen sind erforderlich. |
| NSF 61/372 | USA | NSF/ANSI 61 und 372 | Eigene Schemen, die aber mit der DWD kompatibel sind. In der NSF 372 werden die Grenzwerte für Blei angegeben. Für die Ausfuhr stark verbreitet. |
| DM 174 | Italien | Decreto Ministeriale 6/4/2004 | Prüfungen an Materialien, der chemischen Zusammensetzung bei Metallen und der Migration bei Kunststoffen sind erforderlich. Anwendung der ECHA-Einschränkungen. |
| KTW/W270 | Deutschland | UBA (Umweltbundesamt) | Bezugsschema für Kunststoffe und Elastomere in Europa. Auch als gemeinsamer 4MS-Standard verwendet. |
| BELGAQUA | Belgien | Nationales Schema | Im Einklang mit 4MS. Ähnliche Anforderungen wie ACS für Kunststoffe und Metalle. |





